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Nur wenige Kilometer von den Terme Marine Leopoldo II entfernt, zwischen Castiglione della Pescaia und dem Pinienwald des Tombolo, verbirgt sich einer der überraschendsten Orte an der Küste der Maremma. Kein Strand, kein Wald, sondern etwas ganz anderes: eine weitläufige, stille, aber lebendige Naturoase, die jeden überrascht, der nicht damit rechnet.

Das Naturschutzgebiet Diaccia Botrona erstreckt sich über mehr als tausend Hektar und gilt als das bedeutendste Feuchtgebiet Italiens, das, was vom ehemaligen Lago Prile übrig geblieben ist – einem riesigen Gewässer, das fast die gesamte Maremma-Ebene bedeckte und ab dem 18. Jahrhundert durch die großangelegten Trockenlegungsarbeiten der Lothringer nach und nach trockengelegt wurde.
Heute ist es ein Schutzgebiet von internationaler Bedeutung, das bereits 1971 gemäß der Ramsar-Konvention zum Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung erklärt wurde

Was kann man tun?

Vogelbeobachtung: Das ist der Hauptgrund, hierherzukommen. Die Diaccia Botrona ist ein Paradies für Vogelbeobachter: Im Laufe des Jahres wurden dort über 200 Vogelarten gesichtet, von denen etwa 80 dort nisten. Jedes Jahr machen ganze Kolonien von Flamingos hier Halt, doch man kann auch Reiher, Seidenreiher, Sumpfhabichte , Stelzenläufer und viele andere für Feuchtgebiete typische Arten beobachten. Nehmen Sie ein Fernglas mit – das wird einen großen Unterschied machen.

Flamingos am Botrona-See

Bootsfahrt: Dies ist das schönste Erlebnis, das man im Naturschutzgebiet genießen kann: eine kleine, langsam dahingleitende Elektrobootfahrt, begleitet von den Erläuterungen eines erfahrenen Naturführers. Die Wanderung dauert etwa eineinhalb Stunden. Ideal für Familien mit Kindern.

Zu Fuß oder mit dem Fahrrad: Die Rundwanderung, die an der Casa Rossa Ximenes beginnt, ist sehr einfach und für alle geeignet, auch für Kinder, und bietet die Möglichkeit, entlang der Strecke verschiedene Vogelarten zu beobachten. Für Radfahrer bietet das Naturschutzgebiet eine wunderschöne, etwa 25 Kilometer lange Rundstrecke mit herrlichen Ausblicken.

Die Casa Rossa Ximenes: Innerhalb des Naturschutzgebiets befindet sich die berühmte Casa Rossa Ximenes, ein eindrucksvolles Bauwerk, das im 18. Jahrhundert vom Jesuiteningenieur Leonardo Ximenes entworfen wurde, um die Entwässerung zu regeln. Heute ist es ein multimediales Museum und Besucherzentrum – ein hervorragender Ausgangspunkt, um sich zu orientieren und das Ökosystem, das Sie gleich durchqueren werden, besser zu verstehen.

Das rote Haus Ximenes

Einige nützliche Tipps

Der Frühling und der Herbst sind die besten Jahreszeiten für einen Besuch. Im Frühling ist die Tierwelt äußerst aktiv, und die Vegetation steht in voller Blüte. Wenn Sie außergewöhnliche Vogelaufnahmen machen möchten, sollten Sie die Diaccia Botrona bei Sonnenuntergang besuchen – das Lichtspiel auf dem Wasser und die warmen Farben machen die Landschaft zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Anfahrt: Von der Giorgini-Brücke über den Fluss Bruna in Castiglione della Pescaia folgen Sie der parallel zum Fluss verlaufenden Straße bis zum Parkplatz der Casa Rossa Ximenes
Mit dem Fahrrad: bequem über den Radweg erreichbar Marina di Grosseto–Castiglione della Pescaia